Nextbike Erfahrungsbericht – eben ausprobiert

Dieser Beitrag schlummerte nun schon ein paar Monate in der Schublade. Jetzt soll er raus, der kleine Nextbike Erfahrungsbericht. Es war eine gute Erfahrung, auch wenn sie mit einem kurzen Schrecken verbunden war.

Im letzten Dezember kam ich in Verlegenheit und musste innerhalb von Düsseldorf kurzfristig ein flexibles Fortbewegungsmittel organisieren. Und zwar musste ich irgendwie von Düsseldorf Bilk nach Flingern. Öffentliche Verkehrsmittel kamen in dem Moment nicht für mich in Frage, ein Auto war nicht parat. Also kam kurzerhand die Idee ein Leihfahrrad von Nextbike zu nehmen.

Registrierung

In Düsseldorf ist es nicht sehr schwierig die Leihstationen des Anbieters zu finden. Die Nextbike Leihfahrräder sind über das Düsseldorfer Stadtgebiet sehr gut verteilt. Am Kirchplatz in Bilk wurde ich so auch fündig. Die App ist schnell installiert und es müssen schließlich nur die persönlichen Daten eingegeben und ein präferiertes Zahlungsmittel gewählt werden. Ich habe mich für die Zahlung mit Kreditkarte entschieden. Alternativ kann auch über Bankeinzug gezahlt werden. Dafür muss jedoch zuvor ein symbolischer Euro an Nextbike überwiesen werden, was laut Vereinbarung mit dem Anbieter mit einer Einzugsermächtigung gleichgesetzt ist. Der Euro wird dann wieder zurück überwiesen. Das war mir aber zu kompliziert. Eine Registrierung ist natürlich auch über die Nextbike Homepage möglich.

Die App

Die App kann intuitiv bedient werden. Auf einer Karte werden die Standorte der Nextbike Fahrräder angezeigt. Gut finde ich, dass auch gezielt nach Fahrrädern mit niedrigem Einstieg gesucht werden kann. Ansonsten gibt es noch die Historie, in welcher vergangene Leihvorgänge aufgelistet sind. Ebenfalls über die App kann der Support erreicht werden, falls es Schwierigkeiten gibt. Den musste ich dann später auch tatsächlich in Anspruch nehmen. Dazu aber später mehr, denn es soll ja alles brav der Reihe nach erzählt werden.

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Die Nextbike Fahrräder

Die Fahrräder sind in einer Art Beach-Cruiser-Style gehalten und verfügen über 3 Gänge. An meinem Leihfahrrad hatte ich nichts auszusetzen, es funktionierte alles und ich konnte keine Defekte erkennen. Lediglich der Sattel was für meinen Geschmack etwas niedrig und hätte für mich mehr Spiel nach oben benötigt. Am Lenker ist noch ein praktischer Korb angebracht, mit dem dann kleine Güter transportiert werden können. Mein Fahrrad hatte dafür aber auch keinen Gepäckträger.

An dem Fahrrad sind Radnummer und ein QR-Code angebracht. Über die App konnte ich dann ganz bequemt den QR-Code einscannen. Alternativ hätte ich auch die Nummer eingeben können. Im nächsten Schritt bekam ich dann den 4-stelligen Code für das Zahlenschloss zugesendet. Ab jetzt läuft die Uhr und das Fahrrad gilt als ausgeliehen. Für je 30 Minuten Leihzeit werden 1 Euro Leihgebühr berechnet. Ich hatte das Fahrrad rund eine Stunde geliehen und musste daher 2 Euro bezahlen. Das finde ich durchaus fair.

Rückgabe

Das Fahrrad von Nextbike kann an jeder offiziellen Leihstation von Nextbike wieder zurückgegeben werden. Ich bin wieder an den Ursprungsort zurück gefahren und wollte es dort zurückgeben. Dabei hat es aber ein kleines Problem gegeben. Ich habe das Fahrrad ordnungsgemäß abgestellt und wieder an dem Ständer abgeschlossen und ich meinte auch, dass ich über die App die Rückgabe bestätigt habe. Da hatte ich mich aber offenbar geirrt. Einen Tag später habe ich nochmal in die App hereingeschaut und mir sind fast die Augen aus dem Kopf heraus gekullert. In der App stand, dass ich das Fahrrad immer noch ausgeliehen hatte und das schon mittlerweile seit über 22 Stunden. Mist, dachte ich mir. Kurz überschlagen – 22×0,5×1=44 Euro – verdammter Kack!! Das wollte ich nicht auf keinen Fall bezahlen.

Über die App habe ich schnell den Kundendienst kontaktiert und die Situation geschildert. Der Herr dort am Telefon war sehr nett und erklärte mir, dass ich mehrfach die Rückgabe über die App hätte bestätigen müssen. Da war ich wohl etwas zu schnell. Aber das kenne ich durch aus von mir. Jemand anderem wäre es vielleicht aufgefallen. Es war dann aber überhaupt kein Problem dies zu korrigieren, so dass ich dann nur die regulären 2 Euro bezahlen musste. In der Historie sieht das dann aber ganz witzig aus. 22 Stunden Ausleihe für 2 Euro sind ein echter Schnapper. Als insgesamt eine recht positive Erfahrung mit Nextbike und ich kann den Anbieter durchaus empfehlen.

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